Im 10-Minutenvortrag stellte Karl-Heinz Zecher diesmal eine ganz besondere und sehr aufwendige, aber kreative Technik zur Wandgestaltung vor: Die Spachteltechnik.

Bei der Spachteltechnik wird auf einen hochglatten Untergrund mittelt eines Handspachtels nach und nach sich überlappende Farbkleckse aufgebracht. Vor jedem neuen Farbauftrag muss die darunterliegende Schicht zuerst vollständig getrocknet sein.

Nach mehreren Durchgängen wird dann die Oberfläche mit dem Spachtel noch poliert. Dabei wird mehrfach ohne Farbe der Handspachtel horizontal und auch vertikal über die Fläche abgezogen.

Die Spachteltechnik ist eine Arbeit die körperlich sehr anstrengend ist und hoch konzentriert ausgeführt werden muss um keine Riefen auf die Wand zu übertragen.

Das Ergebnis ist eine marmorierte Oberfläche, auf die gleichfarbige oder unterschiedlich gefärbte Spachtelschläge übereinander oder nebeneinander aufgetragen wurden. Die Gestaltung der Wand wirkt dadurch entweder beruhigend oder belebender.

Ergänzt werden kann diese Technik, in dem beim Farbauftrag Schablonen, z.B. Schriftzüge oder Logo’s überspachtelt werden. Die Konturen zeichnen sich später in der fertigen Wand ab.

Der gesamte Prozess wird in reiner Handarbeit ausgeführt und jede Wand ist individuell, ein Unikat, das die Handschrift des Künstlers trägt, der sie gestaltet hat.

Gute Malerarbeiten tragen einen Namen: Maler Zecher aus Zwingenberg.